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Ein toxisch-männlich-unattraktives Angebot
Na, Bock auf Mann-Sein? Kann ich verstehen.
Bist du auch schon einmal toxisch genannt worden, obwohl du dich "ganz normal verhalten" hast? Kann ich auch verstehen.
Nein, du bist nicht automatisch ein schlechter Mensch, weil du einen Penis hast.
Aber die Chance ist hoch, dass du einem Penis entsprechend aufgewachsen bist, und das bedeutet in der Regel: mit mehr Macht als andere Menschen.
Ja, es gibt noch mehr Dinge, die deine Macht bestimmen. Hautfarbe, Herkunft, Gesundheit,...
Dennoch hast du als Mann mehr Macht als eine Frau oder gender-queere Menschen in derselben Situation. Dabei musst du nicht unbedingt einen Penis haben - es genügt, wenn er vermutet wird. Wenn du "männlich gelesen" wirst.
Auch das macht dich nicht zu einem schlechten Menschen, und auch nicht toxisch.
Aber es bringt eine Verantwortung mit sich: Du magst dir dein Geschlecht nicht ausgesucht haben und auch nicht die Macht, die es mitbringt. Aber du hast sie nun einmal.
Wie gehst du damit um?
Hier hast du als Mann die Wahl, toxisch zu sein, oder nicht. Oder möglichst wenig.
Darüber nachdenken und nachfühlen, was am Alltag anders ist, wenn du als Mann gelesen wirst.
Wo wirst du als Bedrohung empfunden?
Wann halten andere Menschen den Mund, weil du redest?
Und wie viel redest du überhaupt im Vergleich zu anderen?
Wie viel zählt deine Meinung?
Was denkst du, was dir zusteht, und wieviel du dafür tun musst?
Und ... ist das für nicht-männliche Menschen das gleiche?
Wenn du bei der letzten Frage mit "Ja" geantwortet hast, wird dir mein Coaching auch nicht weiterhelfen.
Für alle anderen lieben Männer und alle, die die damit verbundenen Privilegien genießen:
Lasst uns mal die eigene toxische Männlichkeit erforschen und das, was wir lernen, in unser Leben einbauen. Ich mache das jetzt seit ein paar Jahrenn in kleine Schritten - und meine Welt ist dadurch schöner geworden.
Warum?
Weil gleichberechtigte Beziehungen mehr Erfüllung bieten.
Weil unsere Kinder irgendwann mal einen Grund weniger haben, uns Vorwürfe zu machen.
Weil es Selbsterfahrung ist und einen Sack voller neuer Möglichkeiten eröffnet, wer wir sein wollen.
Weil uns die Welt einfach nicht mehr gehört als allen anderen.
Weil wir das beste sein sollten, das wir sein können. Und das ist mit Sicherheit nicht toxisch.
Angst davor, dass alles anders wird? Dass vielleicht andere Menschen sagen dürfen, was sie an dir nicht mögen? Hätte ich auch. Habe ich auch. Ist es mir aber wert, um mich mit mir selbst wohlzufühlen.
Ich biete dir im Coaching einen sicheren Raum im 1-zu-1-Setting, um die von dir gelebte Männlichkeit zu reflektieren, einige Experimente darüber anzustellen, auch mal rauszugehen und die Meinung von anderen Personen einzuholen und das alles in deine Persönlichkeitsentwicklung einzubauen.
Das wird nicht einfach, soviel kann ich versprechen. Das ist ein ordentliches Coaching nie. Aber es kann bedeuten, deiner eigenen Verantwortung gerecht zu werden.
Also, wenn du bereit bist, mal hinter dir Fassade deiner eigenen Männlichkeit zu schauen, melde dich gern.