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Coaches als Innenarchitekten
Du gehst zum Coaching. Schön.
Dort packst du deine Sorgen und Herausforderungen aus; dort erarbeitest du Lösungsideen; dort beginnst du, dich selbst zu verändern. Davor bist du wahrscheinlich ein bisschen aufgeregt; hast einen Kopf voller Gedanken und ein Herz voller Emotionen. Und danach ist genauso, vielleicht noch ein bisschen intensiver.
Und nach einer Weile stehst du da und etwas hat sich in deinem Leben verbessert. Freu dich, das hast du dir verdient!
Aber…
Was hat jetzt eigentlich dein:e Coach beigetragen?
Ich verstehe das Coaching als einen Raum. Dein Raum, denn du bezahlst ihn. Der Raum ist zum Nachdenken, Nachfühlen, Ideen-entwickeln, Ausprobieren, Überprüfen und Anpassen da. So eine Art Labor für die Verbesserung deines Lebens. Du benutzt ihn – und dein:e Coach richtet ihn für dich ein!
Coaches sind aus meiner Sicht so etwas wie Innenarchitekten für dein Lebens-Labor. Ihre Fragen, ihre Aufmerksamkeit, ihre Grundhaltung, ihre Methoden und ihre Erklärungsmodelle sind die Einrichtung, mit der du gut arbeiten kannst. Die Kunst im Coaching ist es, die jeweils passenden Fragen, Methodenund Modelle anzubieten.
Wenn du dich im Coaching gut aufgehoben, aber auch herausgefordert, hin und wieder überrascht, stetig wertgeschätzt und als einziger Mittelpunkt der Aufmerksamkeit fühlst, dann scheint dein Innenarchitekt vieles richtig gemacht zu haben. Wenn nicht – wenn die Inneneinrichtung deines Coachings einfach nicht so recht zu passen scheint – sprich vor der nächsten Sitzung mit deiner:m Coach über deinen Eindruck. Alternativ überlege dir, ob du vielleicht lieber mit jemand anderen arbeiten möchtest.
Übrigens: auch die eigentliche Einrichtung des Coaching-Raumes ist wichtig. Magst du gern einen neutralen Raum, mit einem Tisch und 2 Stühlen? Oder soll es lieber ein bisschen gemütlich und bunt sein, so wie in meinem Raum? Du entscheidest!